Preisträgerinnen Anis Looalian & Julia Kolb

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ANIS LOOALIAN & JULIA KOLB – FRATZ

Hochschule Darmstadt, Kategorie KIDS

Anis Looalian studiert Industriedesign an der Hochschule Darmstadt. Kreativität und Ideenfindung sind ihre Stärken. Die junge Designerin hat Spaß Neues zu gestalten und möchte stets erreichen, dass sich dieser Spaß im Visuellen wie auch im Nutzen ihrer Produkte widerspiegelt.

Julia Kolb hat nach ihrem Abitur eine Tischlerlehre absolviert und studiert auch Industriedesign an der Hochschule Darmstadt. Die Entwürfe der jungen Designerin sollten möglichst simpel sein, was nach ihrer Aussage, nicht so einfach ist. Julia Kolb arbeitet gerne strukturiert und ein gutes Zeitmanagement ist ihr wichtig. Trotzdem nicht zu vergessen: Freude am Entwerfen!

        

Der Schneebesen ist für alle, die Freunde an sichtbarer Mechanik haben und ganz analog ein Küchengerät mit Lerneffekt handhaben wollen. Fratz ist so gestaltet, dass man die Einzelteile einfach zusammenstecken und auseinandernehmen kann. Beim Einsatz des Schneebesens wird der Aufbau und das mechanische Prinzip des Quirls ersichtlich. Es ist möglich zwischen zwei Geschwindigkeitsstufen zu wechseln, indem der Griff wahlweise in das kleine oder große Zahnrad gesteckt wird. Die Faktoren Robustheit und die Übersetzung von Kraft in Mechanik geben ein wunderbares Feedback für den Lerneffekt vor allem bei Kindern.

Die gummierte Riffelung auf der Unterseite der Grundplatte und der höhenverstellbare Rühraufsatz ermöglichen die Nutzung mit allen herkömmlichen Schüsseln. Für einfaches Verstauen können sowohl die Griffelemente als auch der Rührstab in die dafür vorgesehenen Halterungen an der Grundplatte umgelegt und eingeclipst werden.

http://www.fratz-quirl.de

 

Anis und Julia im Interview:

1. Im Sinne des Storytelling: Was hat Euch zu Eurem Entwurf inspiriert?

Für unseren Schneebesen wollten wir die Gelegenheit nutzen, die Mechanik in Form der Zahnräder als Gestaltungselemente zu verwenden und von einem Gehäuse los zu lösen. Außerdem hat uns die Zielgruppe Kinder, für die wir uns entschieden haben, dazu angeregt viel Farbe zu verwenden.

 

2. Wie und womit hat Euch das Förderprogramm der HDC der Markteinführung Eures Designentwurfes näher gebracht?

Uns wurde nähergebracht, dass die Festlegung der Zielgruppe eine wesentliche Rolle spielt, wenn es darum geht, den Entwurf bei Unternehmen vorzustellen und dass es oft sinnvoll ist, einige Variationen des Enwturfs zu präsentieren, um zu zeigen, dass man flexibel ist.

 

3. Welche Erfahrungen habt Ihr aus dem Mentorenprogramm der HDC gesammelt?

Wir haben gemerkt, dass wir im wirtschaftlichen Teil des Berufs der Designerin noch viel zu lernen haben und dass wir nicht erwarten sollten, nach Abschluss des Studiums wirklich für das Arbeitsleben gewappnet zu sein. Wir haben beide noch keine Praktika gemacht, aber freuen uns darauf, im kommenden Semester hoffentlich in das echte Berufsleben des Designers hineinschnuppern zu dürfen.

 

4. Wo seht Ihr Euren Entwurf in den nächsten fünf Jahren?

Wir hoffen, dass wir im kommenden Jahr für den Fratz Hersteller und Vertriebe finden.

 

5. Wie wird es beruflich weitergehen? Möchtet Ihr ein eigenes Unternehmen gründen oder in die Forschung gehen oder erst einmal Erfahrungen bei anderen Designstudios sammeln?

Anis möchte erstmal Erfahrungen in anderen Designstudios sammeln. Auch Julia kann sich nicht vorstellen, sich direkt nach dem Studium selbständig zu machen.

 

6. Werdet Ihr nach dem Wettbewerbsprozess in Hessen bleiben? Hat der Wettbewerb dazu einen Einfluss genommen?

Anis wird nach dem Studium Hessen verlassen, vor allem um die Welt zur erkunden und aus dem Interesse heraus, international arbeiten zu wollen. Julia ist zur Zeit schon unterwegs, gerade studiert sie ein Semester in Rom und danach möchte sie ihr Praktikum in Holland absolvieren.