Die Gewinner im Interview: Valeria Santagati-Juraschek

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Kurz und knapp. Stelle dich doch bitte einmal vor.

Mein Name ist Valeria Santagati-Juraschek. Ich bin in Deutschland und Italien aufgewachsen und nach dem Abitur zunächst ein Bachelor Design Studium an der Accademia delle Belle Arti di Brera in Mailand absolviert. Anschließend entschloss ich mich meine praktischen und gestalterischen Fähigkeiten an der Kunsthochschule Kassel im Diplomstudiengang Produktdesign zu vertiefen. Seit 2015 arbeite ich freiberuflich als Designerin in den Bereichen Produktentwicklung und Materialforschung.

 

Erkläre doch bitte einmal dein Projekt.

Mein Projekt hat den Namen „Gut gelagert – damals, heute, morgen“ und beschäftigt sich mit der Lagerung von Lebensmitteln. Ich bin der Frage nachgegangen, wie ein moderner Speiseschrank aussehen kann. Dabei habe ich festgestellt, dass sehr viel altes Wissen über den Umgang mit Lebensmitteln im Laufe der Zeit verloren gegangen ist. Das von mir entworfene modulare Aufbewahrungssystem versucht dieses alte Wissen mit neuen und modernen Erkenntnissen zu kombinieren.

 

Was hat dich dazu inspiriert?

Essen hat für mich einen sehr hohen Stellenwert. Auch dass ich Dinge esse, die aus der Region stammen, in der ich lebe, ist für mich sehr wichtig. Und natürlich auch die Frage, wie geht man mit Lebensmitteln tatsächlich um, wie isst man, wie kocht man und wie lagert man sie am Besten und das heißt möglichst so, dass sie viel von ihrem ursprünglichen Geschmack behalten, der durch eine unsachgemäße Lagerung schnell abhanden kommen kann.

 

Was erhoffst du dir von der „Hessen Design Competition“?

Die Frage kann ich schnell beantworten: Ich erhoffe mir weitere Einblicke in den geschäftlichen Umgang von Designern und Gestaltern. Aber auch in betriebswirtschaftliche Abläufe, denn die interessieren mich momentan besonders.

 

Was zeichnet die hessische Kreativlandschaft deiner Meinung nach aus?

Von Kassel aus gesehen, gibt es in der gerade nordhessischen Kreativlandschaft noch viel Freiraum für eigene Entwicklungen. Hier ist das kreative Netz einfach noch nicht so dicht und es gibt viele Lücken, die noch zu füllen sind. Ich sehe das aber keineswegs negativ, sondern als Chance für Designerinnen und Designer, um sich auszuprobieren.

 

Was macht es so schwer das erste Produkt auf den Markt zu bringen?

Tatsächlich habe ich schon mehrmals versucht, ein Produkt auf den Markt zu bringen. Doch es gab bisher immer zwei Punkte, an denen es bisher gescheitert ist. Entweder konnte ich niemanden für die Herstellung gewinnen oder die Finanzierung ließ sich nicht auf die Beine stellen. Ich denke, das lag zum Teil auch an meiner fehlenden Erfahrung. Hier erhoffe ich mir von den Mentoren der “Hessen Design Competition” jetzt Hilfe.

 

Kann Hessen Design als Designzentrum hier mehr helfen, als die Hochschule?

Ja, das denke ich schon. Einfach aufgrund der besseren Kontakte zu anderen Designern und auch zu Unternehmen. Gerade zu Unternehmen ist es schwer an der Hochschule Beziehungen zu knüpfen.

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