Preisträgerin Fee Guber

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Hocker 120°

Werkakademie Rohr-Kloster, Kategorie Living

Fee Guber hat nach ihrem Abitur eine Tischlerlehre absolviert und ihr Gesellenstück wurde für den Bundeswettbewerb „Die Gute Form 2018“ nominiert. Nach dem Erwerb der handwerklichen Fähigkeiten vertieft sie jetzt zielstrebig ihr Interesse für Design und bildet sich zur Gestalterin im Handwerk an der Werkakademie Rohr-Kloster weiter. Mit dem Material Holz Formen und Techniken umzusetzen, die im Handwerk nicht alltäglich sind, treibt die junge Designerin an. Ein hoher Anspruch an sich selbst und die Suche nach Perfektion für außergewöhnliche Designlösungen scheinen ihre Berufung zu sein.

Die besondere Designleistung des Hockers 120° ist die handwerkliche Innovation. Die junge Designerin hat die gewohnten Wege des Handwerks verlassen und überrascht in Form und Herstellungstechnik. Der Gestaltungswille der Designerin hat sich aus der spielerischen Auseinandersetzung mit Geometrie und der intensiven Suche nach einer Schablonenvorlage entwickelt. Wie drei zentral ausgehende Strahlen verbinden sich die Beine zu einer Sitzfläche und erzeugen eine Harmonie, in der das Ganze mehr ist als die Summe seiner Teile. Das bis ins kleinste Detail ausgearbeitete Möbel überrascht jenseits industrieller Normen und Moden. Ihrem eigenen Anspruch verpflichtend werden ausschließlich regionale Holzarten verwendet, deren Oberflächen mit biologischen Ölen veredelt werden.

Die teilweise maschinelle Herstellung möchte Fee Guber in regionalen Produktionsstätten verorten. Was auf den ersten Blick auffallend leicht scheint, entpuppt sich bei näherem Betrachten als stabiler Hocker und sorgsam durchdachtes und vielfältig einsetzbares Universalmöbel. Die Besonderheit stellt die formale Einheit von Sitzfläche und Beinen dar, die an einen neuen Klassiker denken lässt.

www.formfollowsfee.de